Du bist mir wichtig

Du bist mir wichtig – 5 echte Beweise

»Du bist mir wichtig« ist schnell gesagt. Auch ein »Ich liebe dich« geht vielen Menschen ratzfatz über die Lippen. Und im Internet findest du unzählige „Du bist mir wichtig Sprüche“ und „Du bist mir wichtig Bilder„. Aber echte Partnerschaft hat mit Affenliebe nichts zu tun.

Du bist mir richtig wichtig!

Dieses Geschenkbuch ist ein wunderbarer Freundschaftsbeweis – für den besten Freund, die Freundin, den Partner, die Mutter… und für alle, die einem im Leben wirklich wichtig sind.

Worte sind nur Schall und Rauch. Vor allem, wenn keine Aktionen folgen. In einer Beziehung geht’s aber nicht darum, wie oft du einem anderen sagt »Du bist mir wichtig«, sondern wie oft du beweist, dass es wahr ist. Lerne, wie du Prioritäten setzt, und pack die Dinge an.

Johann Wolfgang von Goethe

Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn; indes ihr Komplimente drechselt, kann etwas Nützliches geschehn.

»Du bist mir wichtig« ist ein Satz mit nur 4 Worten, aber mit um so mehr Bedeutung. Den Partner als wichtig anzunehmen bedeutet jedoch weit mehr als Süßholz raspeln, ein paar Zärtlichkeiten und ein respektvolles, harmonisches Miteinander.

Wichtignehmen heißt wertschätzen. Das bedeutet, die Sorgen und Nöte des Partners zu verstehen und diese ernst zu nehmen. Das Zauberwort heißt Empathie – eine Fähigkeit der emotionalen Intelligenz.

Liebe kommt vom Herzen. Damit sie dort aber ein Leben lang überdauert, braucht es auch den Kopf. Tragfähige Beziehungen sind weit mehr als nur ein Herz und eine Seele. Nach 31 Ehejahren spreche ich aus Erfahrung. In diesem Beitrag zeige ich dir 5 Möglichkeiten, wie du beweisen kannst, dass du es ernst mit ihr oder ihm meinst.

1. Zeige „Du bist mir wichtig“, in dem du dem Thema Geld die angemessene Bedeutung gibst

Du bist mir wichtig - über Geld reden

Als Single ist es deine Sache, ob du in Geldfragen von Tuten und Blasen keine Ahnung hast. Wie viel Geld du auf den Putz haust. Ob du wie ein Krösus lebst oder bei wem du in der Kreide stehst. Du hast ja nach nichts und niemand zu fragen. Sobald du aber eine Beziehung eingehst, wird das Thema Finanzen von deinem persönlichen zu einem gemeinsamen Thema: Partner dürfen sich nicht im Regen stehen lassen!

Was sich Partner zum Thema Geld fragen

Willst du Kinder haben? Wenn ja, wie viele? Und weißt du, was ein Kind kostet? Kannst du dir das leisten? Wo willst du mit deiner Familie wohnen? Wie wollt ihr euren Alltag stemmen, wie den Lebensunterhalt finanzieren? Wer zahlt die Miete, wer die Raten für das Haus? Wer sorgt finanziell für das Alter vor? Fragen über Fragen.

Was würde passieren, wenn einer von euch beiden arbeitslos wird? Durch eine schwere Krankheit, einen tragischen Unfall oder Tod für immer ausfällt? Wie geht euer gemeinsames Leben nach einem Schicksalsschlag weiter? Hast du schon eine „digitale Rente„, die auch dann fließt wenn du nicht mehr arbeitest? Kannst du garantieren, dass ihr beide beziehungsweise dein Partner allein noch über die Runden kommt? Gilt das auch umgekehrt?

In diesem Sinne zeigst du auch mit einer Vorsorge, wie wichtig dir dein Partner ist. Ich habe etliche Jahre meine Frau und die Kinder mit über 1,2 Millionen Euro abgesichert. Für den Fall, dass es mich früher als geplant erwischt. Wer weiß das schon? Das war auch der Grund, warum ich vor 15 Jahren mein Online-Business startete.

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Wie wichtig ist Geld in einer Beziehung?

Die Bank Cler befragte 500 Menschen zum Thema „Geld und Liebe“. Für 79 Prozent der Befragten ist das Thema Geld wichtig oder sogar sehr wichtig.

31 %

Sehr wichtig

48 %

Eher wichtig

19 %

Eher unwichtig

2 %

Unwichtig

Viele Beziehungen werden unnötig auf die Probe gestellt. Weil einer der Partner das Thema Finanzen unter den Teppich kehrt. Nicht erkennt, dass Geld ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist. Geld ist jedoch kein Thema, über das nicht gesprochen werden darf – im Gegenteil. Es sei denn, »bei dir kommt der Strom aus der Steckdose«.

„Kein Geld, kein Joghurt“

Vier Worte, die erklären, warum Geld so wichtig ist. Der Spruch stammt von einer Bekannten. Sie erzählte mir vor 20 Jahren, wie sie ihren Kindern erklärte, dass die Eltern so viel arbeiten mussten. Als Handwerker führten sie einen kleinen Familienbetrieb. Sie öffnete den Kühlschrank mit den Worten: »Kein Geld, kein Joghurt«. Das versteht jedes Kind und es bleibt hängen. Ich erinnere mich sehr oft daran.

Geld ist vielmehr als ein »Kühlschrank-Füller«. Mehr als nur ein Tauschmittel aus der Antike. Geld hat eine wesentliche Bedeutung für unser ganzes Leben: wirtschaftlich, aber auch für unsere Psyche. Geld steht für:

  • Erfolg
  • Geborgenheit
  • Anerkennung
  • Einfluss
  • Lebensstandard
  • Eigenregie
  • Ich-Stärke
  • … und vieles mehr

Hast du schon mal den Spruch gehört: »Geld ist doch nicht alles«? Oder »Über Geld spricht man nicht«? Das ist dummes Zeug. Quatsch mit Soße. Warum sollte man über ein Thema, das 79 Prozent als sehr wichtig bezeichnen, den Mantel des Schweigens legen?

Wie kann Geld einerseits die Existenzgrundlage für jeden Menschen auf diesem Planeten sein und auf der anderen Seite ist es verpönt, darüber zu sprechen? Fakt ist:

Über Geld spricht man nicht genug!

Rund 8 Mio. Menschen arbeiten in Deutschland für Niedriglohn. Wer für den Mindestlohn arbeitet, verkauft eine Stunde seines Lebens für 9,35 Euro. Doch 1,8 Mio. Menschen bekommen noch nicht mal den. Weitere ca. 7 Mio. leben von Hartz IV, Sozialhilfe & Co. Ein Tannenbaum ist für viele nicht drin: Zu teuer. Leuchtende Kinderaugen? Fehlanzeige! Frohe Weihnachten gibt es nur, wenn die Kasse stimmt. Traurig, aber wahr.

Die Liebe und das liebe Geld: Vom letzten Tabu in Paarbeziehungen

Wissenschaftler sind sich einig: Geld gehört zu den bedeutsamsten Konfliktpunkten bei Paaren. Doch wie hängen Geld und Liebe zusammen, und welchen Einfluss nimmt das eine auf das andere…

Geld stinkt nicht – und niemand ist stinkreich

Reichtum ist in Deutschland verpönt. Woher kommt das? Fast immer aufgrund von Neid. Weil Reiche genau das haben, was die meisten Menschen gern hätten: Die Möglichkeit, ein gesichertes Leben zu führen – finanzielle Freiheit ohne Hamsterrad. Wenn man Menschen nach ihren sehnlichsten Wünschen fragt, haben 80 Prozent der Antworten mit Geld zu tun. Warum wohl? 

Mir geht diese Doppelmoral gehörig gegen den Strich. Denn satt zu essen, sauberes Trinkwasser, reine Luft zum Atmen, ein schützendes Dach über dem Kopf, Wärme im Winter, Rente im Alter, Hilfe für Bedürftige, Sicherheit rund um die Uhr u.s.w. – für all das brauchst du Geld. Sehr viel Geld. Nur wenn du schon über mehr Geld verfügst, als du für deinen Lebenstraum brauchst, verdient es keinen zentralen Platz im Leben. Mehr habe ich dem nicht hinzuzufügen.

Wer käme auf die absurde Idee, zu behaupten: »Atemluft ist nicht alles«? Mit Wasser oder Nahrung verhält es sich genauso. Und in Bezug auf Geld ist es dasselbe in Grün.

Gespräche über Geld stärken deine Beziehung

Deshalb wird umgekehrt ein Schuh draus: Sprich offen mit deinem Partner über euer Geld, und wie ihr soviel davon erlangt, dass ihr heute und in Zukunft – mit und ohne Kinder – ein glückliches Leben führt.

Mein größter Kunde, ein Industrieller mit 100 Mio. Euro Umsatz, rief mich jedes Jahr im Herbst an. Er bat mich um eine kleine Spende. Einen Obulus für einen von ihm gesponsorten Verein, der ihm am Herzen lag. Seine einleitenden Worte klingen mir noch heute im Ohr: »Herr Orthey – am Gelde hängt doch alles«. Ehrlicher ging es nicht.

Wenn man Seite an Seite durchs Leben geht, ist es wichtig, über Geld zu sprechen. Offen und wertfrei. Denn auch wenn es unserem Ideal von der romantischen bedingungslosen Liebe widerspricht: Eine Beziehung ist mehr als nur Zuneigung. Sie besteht aus 3 geheimen Zutaten: teils Freundschaft, dazu Leidenschaft und ab und zu nur Partnerschaft.

So manche scheinbar glückliche Beziehung wäre längst Schnee von gestern, wenn man ihr die Finanzen entzöge. Denn es ist nicht alles Gold, was glänzt. Geld ist nicht nur in Beziehungen ein wichtiger Möglichmacher, der:

  • die finanziellen Sorgen vom Pelz hält
  • beiden Partnern ein glückliches Leben garantiert.

2. „Du bist mir wichtig” zeigt sich, wenn du Zukunftsthemen mitdenkst und mitgestaltest

Gemeinsame Planung ist wichtig für jede Beziehung

Auf der einen Seite gilt: Carpe diem – nutze den Tag. Das Leben schenkt dir jeden Tag 86.400 Sekunden. Die musst du nutzen. Denn was weg ist, ist weg. Wenn du dich ewig darüber ärgerst, was bereits schief gelaufen ist und dir den Kopf zerbrichst, was vielleicht morgen daneben geht, verpasst du den wichtigsten und wertvollsten Teil in deinem Leben: JETZT !

Wenn du allerdings nur in den Tag hinein lebst, von der Hand in den Mund, ist das auch keine Lösung. Alles in allem bist du deines und eures Glückes Schmied. Das bedeutet: Du musst die Weichen für eure Zukunft stellen.

Von daher ist es wichtig, euren Erfolg zu planen. Gemeinsame Vorhaben und Interessen sind deshalb so wichtig weil ihr als Partner an einem Strang zieht. Die Aussicht, ähnliche Ziele und Wünsche mit vereinten Kräften hält eure Beziehung am Leben:

  • Familienplanung
  • Bau eines Eigenheims
  • Vermögen bilden
  • Risikovorsorge
  • Mehr Zeit zu zweit verbringen
  • Weltreise
  • Ferienhaus an der Nordsee

Gemeinsame Pläne sind der rote Faden, an dem ihr euch entlang hangeln könnt, wenn es mal nicht so gut läuft. Eine gemeinsame Vision ist ein starker Anreiz. Vor allem in Beziehungskrisen. Ohne geteilte Träume leben sich Paare über kurz oder lang auseinander.

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Planung bedeutet auch, dass du dich auf lange Sicht mit wichtigen Dingen beschäftigst. Lange, bevor diese konkret werden. Vorhaben, die dein Partner vielleicht heute noch gar nicht begreift. Für die er dich eventuell sogar kritisiert. Zum Beispiel ein passives Einkommen im Alter. Manche Menschen erkennen nicht, dass man sich früh genug »einen Ofen bauen« muss. Vor allem, wenn man sich im Alter wärmen will. Im Nachhinein ist dir der Dank sicher.

3. „Du bist mir wichtig“ bedeutet schützen

Du bist mir wichtig - den Partner schützen

Kennst du den Film »Bodyguard«? Mit Whitney Houston und Kevin Costner. Der Held fängt eine tödliche Kugel mit seinem Körper ab. Damit rettet er der Angebeteten das Leben. Wie echte Kerle eben so sind. Okay, er wurde dafür bezahlt – er war ihr Bodyguard. Doch am Ende war’s doch die große Liebe.

Keine Panik: Du musst nicht dein Leben aufs Spiel setzen. Aber wie wichtig dir ein Mensch ist, zeigst du auch durch deinen Einsatz für ihn. Bist du bereit für deine Partnerin oder deinen Partner zu »kämpfen«? Würdest du dir »eine blutige Nase« holen, wenn es darauf ankommt? Um sie oder ihn zu schützen, denn …

Du bist der „Bodyguard“

Kugeln werden dir wohl seltener um die Ohren pfeifen. Andere Attacken kommen häufiger vor. Zum Beispiel wenn Menschen aus eurem Umfeld schlecht über den anderen reden. Wenn jemand sie oder ihn mit erfundenen Geschichten in ein schlechtes Licht rückt.

Hast du in diesen Situationen genug Rückgrat? Hast du den Hintern in der Hose und weißt, wer auf dich vertraut? Sagst du »Stopp! Bis hier hin und nicht weiter«? Wie gesagt: Eine Partnerschaft ist mehr als nur ein Lippenbekenntnis. Wenn dir der andere wirklich wichtig ist, musst die Rolle des Muttersöhnchens ablegen. In Hollywood würde man sagen: »Du musst tun, was ein Mann tun muss«. Für kleine Mädchen gilt dies übrigens genauso.

An Kirche ist nicht alles schlecht

Ab meinem 14. Lebensjahr war ich als Organist in zwei Kirchengemeinden tätig. Du weißt doch: »Ich war jung und brauchte das Geld …«. Unterm Strich war’s aber eine coole Sache, denn von 800 Schülern an unserem Gymnasium hatte ich als einziger gleich zwei feste Nebenjobs. Mit Steuerkarte und allem drum und dran. In den achteinhalb Jahren und rund 2.000 Gottesdiensten konnte ich mir ganz schön was dazu verdienen. Außerdem blieb mir dabei viel Zeit zum denken: Hochzeiten machten zuversichtlich – Totenmessen nachdenklich.

Kirche hin oder her: Selbst wenn du niemals heiraten willst, das Ehegelöbnis ist der optimale rote Faden für eure Partnerschaft. Und es lautet in etwa so:

»Ich verspreche, dir die Treue zu halten, in guten und schlechten Zeiten, in Gesundheit und Krankheit, in Reichtum und Armut, dich zu lieben und zu ehren, bis ans Ende meiner Tage«.

Dieses Versprechen der Eheleute am Traualter ist die lange Version von »Du bist mir wichtig«. Denn füreinander da sein in guten und in schlechten Tagen, ist das, worum es am Ende in einer Beziehung geht – vor allem in schlechten.

4. „Du bist mir wichtig“ heißt niemals aufgeben

Du bist mir wichtig - niemals aufgeben

Weißt du, wer die Glühbirne erfand? Richtig, Thomas Alva Edison. Weißt du auch, wie lange er dafür brauchte? Unglaublich lange. Was zu guter Letzt zum Erfolg führte, war seine Ausdauer: er blieb dran. Edison soll gesagt haben: »Ich bin nicht gescheitert – ich habe 10.000 Wege entdeckt, die nicht funktionierten«. Das ist das Geheimnis erfolgreicher Menschen: Sie geben nicht auf, denn sie alle sind Meister der Resilienz.

Du musst kein Erfinder sein: Probleme gibt es für jeden Normalo wie Sand am Meer. Selbst wenn du kein »Daniel Düsentrieb« bist. Das Leben steckt voller Rätsel. Herausforderungen, die einer schier unlösbaren Aufgabe gleichen. Für Beziehungen gilt das genauso. Auch diese müssen gelöst werden. Egal wie. Am besten gemeinsam.

Selbst wenn ihr die Nadel im Heuhaufen suchen müsst: Erfolg hast du nur, wenn du niemals aufgibst. Damit zeigst du deinem Partner, wie wichtig er dir ist. Wer’s versucht kann zwar verlieren, aber wer’s nicht versucht hat schon verloren. Deshalb: Kenne deine Stärken und halte durch – egal wie lange es dauert.

5. Es ist wichtig, Verantwortung zu übernehmen

Du bist mir wichtig - Verantwortung übernehmen

Eine Beziehung ähnelt dem alpinen Bergsteigen: Verbundensein hat dort Tradition. Zwei Menschen bewegen sich in fremdem Terrain. Ihr Ziel? Der Gipfel. Beide sind mit einem Seil verbunden. Das gibt dem jeweils anderen Halt. Es kann aber auch dazu führen, dass einer den anderen in die Tiefe reißt. Deshalb gilt unter Bergsteigern: Du musst Verantwortung übernehmen: für den anderen und für dich selbst.

In einer Beziehung ist es ähnlich: Die gemeinsame Reise in eine unbekannte Zukunft ist eine harte Nuss, die ihr beide knacken müsst. Als Kind schützten uns unsere Eltern. Doch spätestens wenn es darum geht, auf eigenen Beinen zu stehen, müssen wir viele Hürden selbst meistern: am Anfang für uns allein – in einer Beziehung auch für den anderen. Ganz nach dem Motto: Du bist mir wichtig!

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Molière sprach vor über 300 Jahren ein heute erforschtes Phänomen an. Psychologen nennen es »omission bias« (engl. für Unterlassungsfehler). Das bedeutet: Aktives Tun erscheint uns riskanter, als wenn wir unsere Hände in den Schoß legen. Selbst wenn es auf das Gleiche hinausläuft.

Studien zeigten: Wenn man Menschen vor die Wahl stellt, etwas zu tun, was nur vielleicht negative Folgen nach sich zieht, entscheiden sich trotzdem die meisten lieber für’s Nichtstun, selbst wenn dadurch garantiert Nachteile eintreten. Die 68er-Bewegung brachte es auf den Punkt:

Die Wissenschaftler entdeckten: Die Verantwortung für negative Ergebnisse belastet uns mehr, wenn wir diese durch aktives Tun selbst verursachen. Leid, das wir durch Versäumnis nicht verhindert haben, ist leichter zu verdauen. Aber nur für dich selbst – für andere nicht. Auch »Unterlasser« sind Täter«. Bist du dir dessen bewusst? Viele vergessen das. Auch in einer Partnerschaft. Warum ist das so?

Etliche Männer und Frauen leiden am »Peter-Pan-Syndrom«: Sie wehren sich gegen das Erwachsensein. Wie ein Kind leben sie im »Nimmerland«. Für eine Partnerschaft ist das denkbar ungünstig. Psychologen sehen eine Ursache in »Helikopter-Eltern«. Das sind Mütter und Väter mit einer überspannten Fürsorge. Die Kinder aus diesen Familien haben nicht gelernt, wie man Verantwortung übernimmt. Weder für sich, geschweige denn für andere. Ihnen fehlt es an Selbstkritik und Selbstständigkeit.

Du bist kein Kind mehr

Wie verhalte ich mich richtig oder falsch? Für »Helikopter-Kinder« ist das kaum zu beantworten. Ähnliche Effekte stellt man fest, wenn z.B. ein Elternteil sehr streng, kühl und distanziert war. Diese emotionalen „Kühlschränke« konnten nur schwer das Gefühl von Geliebtsein vermitteln. Die Kinder lebten in ständiger Angst, zu versagen. Dies zieht sich bis in ihr Erwachsenenalter: Die Versagensangst wird durch kindliches Verhalten ausgeglichen.

Wenn du eine Beziehung eingehst, übernimmst du automatisch auch Verantwortung für das Leben eines anderen Menschen. Das bedeutet nicht, dass dein Partner von allen Pflichten entbunden ist. Aber ab jetzt seid ihr beide eures Glückes Schmied – das schmiedet euch zusammen.

Verantwortung ist Fluch und Segen

Es stimmt: Verantwortung ist eine Last. Sie ist unbequem. Stets mit Pflichten verbunden. Verantwortung bedeutet die Bereitschaft, dass du für die Folgen einer Handlung einstehst. Eventuell sogar eine Strafe akzeptierst. Dafür hälst du deinen Kopf hin. Wenn etwas schief geht, bist du womöglich derjenige, an den man sich wendet. Willst du das?

Hoffentlich ja, denn Verantwortung ist auch deine große Chance, zu beweisen: Du bist mir wichtig. Wenn ihr beide in gleichem Maß Verantwortung übernehmt, tragt ihr beide euren Teil zu eurem Beziehungsglück bei. Lässt einer von euch seine Rolle „schleifen“, ist die Balance nicht mehr gegeben: Der andere wird das Gefühl nicht mehr los, permanent mehr zu investieren als zu erhalten.

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