Der Sinn des Lebens – 16 Fragen

16 Fragen und Antworten, die dir zeigen, was der Sinn des Lebens ist

Was ist der Sinn des Lebens? Wie machst du aus deinem Leben was Einzigartiges? Wie vermeidet die Krone der Schöpfung, dass sie ihr höchstes Gut vor die Säue wirft? Der Sinn des Lebens ist eine der »großen Fragen« mit der sich die Menschheit seit Jahrtausenden beschäftigt.

Mancher Erdling rätselt schon in jungen Jahren, warum er wohl hier ist. Viele stürzen um die Lebensmitte in eine tiefe Sinn-Krise. Doch wenn Matthäi am Letzten ist, erwischt es uns fast alle. Dann stellt sich die bange Frage: Hatte mein Leben einen Sinn? Und wenn ja, welchen?

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Leben in der Tretmühle. Nach ewig gleichen Ritualen. Das ist gefährlich, denn der Alltag wuchert über uns wie Efeu. Wie ein dichter Teppich, der alles Leben im Keim erstickt. Wir funktionieren nach Plan, doch selten nach unserem. Bis irgendwann unsere Zeit abgelaufen ist. Der Sinn des Lebens ist das nicht.

Womöglich quält dich gerade eine innere Leere. Vielleicht suchst du nach neuen Inhalten und vor allem nach deinem Lebenssinn. In diesem Beitrag habe ich dir 16 Fragen zusammen getragen. Sie werden dir helfen, zu erkennen, was wirklich der Sinn des Lebens ist.

Der Sinn des Lebens: Jetzt leben!

Es gibt Momente im Leben, die nur kurz andauern, aber nachhaltig viel bewirken. Emotionale Meilensteine. Spontan fällt mir die Geburt unserer drei Kinder ein, der frühe Tod meiner beiden Cousins im Alter von 15 und 19 Jahren, der Verlust meiner schwerkranken Mutter. Und ein paar Musikstücke: Songs mit magischer Wirkung.

Ich war erst 6 Jahre alt, als ich zum ersten Mal diesen Kult-Song hörte: »Am Tag als Conny Cramer starb«. Dennoch spürte ich den unsagbaren Schmerz, der in der Stimme der Interpretin lag. Juliane Werding beschrieb die wahre Geschichte von ihrem Freund, der durch Drogen sein Leben verspielte. Seitdem war mir für alle Zeit klar: Der Sinn des Lebens heißt: Leben!

Hast du 5 Minuten Zeit, bevor du weiterliest? Dann empfehle ich dir das folgende Video. Denn wenn dich die Frage beschäftigt, was der Sinn des Lebens ist, bringt es dich in die optimale Stimmung. Dann kannst du aus den folgenden Zeilen den maximalen Wert mitnehmen. Hör’s dir kurz an oder spiel es im Hintergrund ab.

1. Hast du alles probiert?

Der Sinn des Lebens - Buchtipp 1

Probieren geht über studieren, das weiß jedes Kind. Was tun wir? Zögern, anstatt zu handeln. Wir sind Meister der Ausrede. Vor allem, wenn wir unser Nichtstun verfechten. Dann treibt unsere Fantasie bunte Blüten. Aber die verwelken. Was bleibt, ist die Realität. John Izzo befragte Menschen zwischen 60 und 106 Jahren, was ein „gutes“ Leben auszeichnet. Heraus kamen diese 5 Geheimnisse bevor man stirbt.

Dabei zeigte sich: Wenn es irgendwann mit uns zu Ende geht, bereuen die meisten ihr Zögern und Zaudern. Kaum jemand macht sich Vorwürfe, falls mal etwas nicht so gelaufen ist, wie es sein sollte. Deshalb: Mut tut gut. Komm in die Puschen und pack’ die Dinge an, die du schon immer tun wolltest. Denn der Sinn des Lebens besteht darin, das zu tun, was in unserer Macht liegt. Nicht irgendwann, nicht morgen, nicht später, sondern JETZT!

2. Hast du alles versucht?

Aufgeben ist weiß Gott keine Kunst. Es ist die leichteste aller Übungen. Ein Sprichwort sagt: »Auch der Tiger macht sieben Versuche«. Das ist es, worum es geht. Denn Gewinner werden früher oder später für ihr Durchhaltevermögen belohnt.

Große und kleine Erfolge sind fast immer mit vielen Niederlagen verbunden. An die spektakulärsten Erfindungen glaubte am Anfang niemand. So zum Beispiel als der deutsche Lehrer Johann Philipp Reis 1861 sein „Telephon“ präsentierte.

Akzeptiere, dass vieles in deinem Leben schief gehen wird. Du wirst oft straucheln und scheitern. Alles halb so wild. Fallen ist keine Schande – liegenbleiben schon. Das Wichtigste im Leben ist, dass du immer einmal mehr aufstehst, als du hingefallen bist. Auch für den Erfolg gilt: Alles braucht seine Zeit.

3. Hast du alles getan?

Der Sinn des Lebens - Buchtipp 3

Es gibt Menschen, die nichts auf die Kette bekommen. Sie haben ausreichend Zeit, verfügen über die modernste Technik und die attraktivsten Produkte, aber nichts tut sich. Sie setzen nichts um, verharren zunehmend in einer Lethargie. Schaut man einmal hinter die Fassade, zeigt sich des Pudels Kern: Viele erfolglose Menschen sind schlicht und ergreifend zu bequem. Der bekannte Evolutionspsychologe Harald Euler erklärt, warum der Mensch von Haus aus faul ist. Für unsere Vorfahren war die Beschaffung von etwas Essbarem sehr anstrengend und verbrauchte viele Kalorien. Das Verschwenden von Energie durch unnötige Anstrengung gefährdete den Fortbestand der Familie.

Bequemlichkeit ist vor allem bei Selbstständigen fatal, denn hier muss sich der Inhaber selbst Beine machen. Und bei Bedarf auch einmal in den Hintern treten. Schließlich ist er sein eigener Chef. Wenn du also mehr von deinem Leben haben willst, musst du deine Bequemlichkeitszone verlassen. Vom Couch-Potatoe zum Macher. Vom Unterlasser zum Unternehmer. Die kürzeste Erfolgsformel der Welt hat nur 3 Buchstabem: TUN = für Tag Und Nacht. Wenn du mehr vom Leben haben willst, musst du aktiv sein. Thomas Alva Edison, der Meister der Erleuchteten (Erfinder der Glühbirne), sagte: „Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet.“

4. Hast du wirklich gelebt?

Leben ist mehr als arbeiten, essen und schlafen. In meinem Heimatort wirbt der ortsansässige Bäcker: „Der Sinn des Lebens ist das Erleben der Sinne“, das Leben im Jetzt. Recht hat er. Du lebst nur einmal, also koste es aus. Nutze jede Gelegenheit, neues zu entdecken. Mache Erfahrungen, positive wie negative. In jungen Jahren war ich 10 Jahre lang Kirchenorganist. Mein Orgellehrer verstarb 6 Tage vor seinem 48. Geburtstag. Er hinterließ eine Frau und drei Kinder.

Der Sinn des Lebens - Buchtipp 4

Obwohl er so früh gestorben ist, hat er dennoch gelebt. Aufgrund seiner erstklassigen Kontakte verbrachte er ein Jahr im Vatikan in Rom, spielte vierhändig Klavier mit unserem Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt und porträtierte den Fernseh-Moderator Ulrich Wickert. Er war ungeheuer aktiv und deshalb hatte er seinen Tagen mehr Leben gegeben als manch anderer in der doppelten Zeit.

Als mein jüngster Sohn letztes Jahr nach seinem Abitur mit drei Kameraden in einem alten Camper 10.000 km ans Nordkap reiste, habe ich dies ebenso begrüßt, wie das Vorhaben meiner 21-jährigen Tochter, die gerade mit dem Rucksack die schönsten Plätze Thailands entdeckt. Mein Großer startet in zwei Wochen mit einem Freund nach Tokio. Wenn nicht jetzt, wann dann. Deshalb mein Tipp: Zieh alle Register, gib Vollgas, lass es richtig krachen – dein Leben ist zu kostbar, um auch nur einen Tag davon zu verschwenden.

5. Was willst du sagen?

Eine interessante Frage! Was willst du später einmal sagen, wenn dich deine Kinder fragen, wie und vor allem wofür du gelebt hast? Welche Spuren hast du hinterlassen? Was war der Sinn deines Lebens? Hast du selbst gedacht oder andere denken lassen? Warst du Gestalter oder nur Betrachter? Hattest du Zeit für dich und die, die dir nahe standen? Was bereust du am meisten? Warum hast du nicht alle Chancen genutzt? Was zählte wirklich und was hättest du gerne früher gewusst? Was hättest du anders gemacht? Warst du glücklich?

6. Was willst du erleben?

Der Sinn des Lebens - Buchtipp 6

Was sind deine Ziele, deine geheimen Wünsche? Manche Menschen träumen davon, einmal im Leben mit einer Harley entlang der legendären „Route 66“ zu cruisen. Andere schwärmen von exklusiven Reisen in entlegene Länder, dem  Eigenheim oder einem traumhaften Sportwagen. Vielleicht willst du eine Familie gründen und Kinder erziehen. Was sind deine 100 Dinge die man einmal im Leben getan haben sollte. Was immer es auch sei: Mehr frei verfügbare Zeit durch mehr Geld aufgrund eines passiven Einkommens aus dem Internet werden dir dabei helfen, deine Ziele leichter zu erreichen.

7. Was willst du geben?

Kennst du das Reziprozitätsprinzip? Ich weiß, ein schwieriges Wort. Das Reziprozitätsprinzip besagt, dass vieles in unserem Leben auf einer Wechselwirkung beruht: Wer etwas gibt, erwartet oftmals eine mindestens gleichwertige Gegenleistung. Du schenkst jemandem etwas zum Geburtstag und erwartest, dass er sich zu gegebener Zeit ähnlich verhält. Dieses Gegenseitigskeits-Prinzip gilt für die Gesellschaft und die Wirtschaft.

Nicht nur clevere Verkäufer setzen die Reziprozitätsregel ganz bewusst ein. Die Jünger der Hare-Krishna-Sekte beklagten in den 70er Jahren stark rückläufige Spendeneinnahmen. Erst als sie in den Fußgängerzonen, Bahn- oder Flughäfen kleine Gaben wie Bibeln oder auch nur eine billige Blume verschenkten, wendete sich die Situation zum Besseren. Unmittelbar nach dem Überreichen der Blume wurden die ahnlungslosen Opfer zur Ader gelassen und um eine Spende gebeten. Viele konnten sich dem „Ich-möchte-mich-revanchieren-Zwang“ (Reziprozität) nicht entziehen, und spendeten.

„Happy peace, happy peace…!“

Ich durfte diese Technik vor ein paar Wochen in München live erleben. Ein Asiate im bunt schillernden Mönchsgewand sprach mich in einer Einkaufspassage an. In gebrochenem Englisch wünschte er mir immer wieder: „Happy peace, happy peace…!“.  Im gleichen Zug hielt er mir ein kleines Faltblatt mit dem Bild eines Tempels hin. Während ich das Prospekt ergriff, streifte er mir in Sekunden eine kleine hölzerne Perlenkette über mein Handgelenk. Daraufhin sollte ich noch meinen Namen in ein Segens-Büchlein schreiben, …und dann in die rechte Spalte den Betrag einsetzen, den ich Spenden wolle. So nicht! Ich gab dem guten Mann sein Büchlein, das Kettchen und sein Prospekt zurück, …und entließ ihn mit einem freundlichen Klapps auf die Schulter und einem wirklich von Herzen kommenden „Happy peace“!

Überdurchschnittlichen Erfolg hat im Leben nur, wer sich von diesem Wie-du-mir-so-ich-dir-Verhaltensmuster löst. Die bewusste oder unbewusste Erwartung einer Gegenleistung macht dich kühl und berechnend. Dein volles Potenzial entfaltest du jedoch nur, wenn du grundsätzlich bedingungslos anderen helfen willst. Erst diese Bereitschaft versetzt dich in die Lage, immer und überall dein Bestes zu geben, ungeachtet möglicher Enttäuschungen. Denke deshalb immer daran: „Geben ist seliger denn nehmen.“

8. An was willst du glauben?

An was du glaubst ist eigentlich egal, vorausgesetzt dein Glaube verträgt sich mit ethischen Grundwerten, welche uns als Menschen auszeichnen. Grundsätzlich rate ich dir, an eine höhere Macht zu glauben, welche es gut mit dir und anderen Menschen meint.

Womöglich kennst du die Zeilen aus dem Gedicht von Dietrich Bonhoeffer, der am 5. April 1943 verhaftet und zwei Jahre später auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers hingerichtet wurde. Er schrieb: „Von guten Mächten still und treu umgeben, behütet und getröstet wunderbar. So will ich diese Tage mit euch leben, und mit euch gehen in ein neues Jahr.“ Genau dieser Glaube an eine übermenschliche Geborgenheit stattet dich mit dem Urvertrauen aus, welches in vielen Situationen des Lebens dein einziger Halt sein wird.

9. Glaubst du an dich?

Der Sinn des Lebens - Buchtipp 9

Der Glaube an eine gute Macht ist immens wichtig. Noch wichtiger ist jedoch dein Glaube an dich selbst. Nur wenn du an dich fest glaubst, kannst du dir selbst vertrauen. Der Grad deiner Überzeugung, dass du es gut mit dir und den anderen meinst, fördern dein Selbstvertrauen oder schüren deine Selbstzweifel. Dies wird dich im Alltag entweder immer wieder ermutigen, Probleme als Herausforderungen zu sehen oder zu kapitulieren. Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andre packt kräftig an und handelt. Früher oder später wirst du erkennen: Die Macht deines Mindsets ist der Schlüssel zum Erfolg!

10. Wie oft wirst du betrogen?

Kennst du den Spruch: „Holzauge sei wachsam“? Richtig! Wer zu blauäugig durchs Leben schlendert, erlebt nicht selten sein blaues Wunder. Deshalb ist ein gewisses Maß an Vorsicht und Skepsis durchaus angebracht. Immerhin sind wir die Nachkommen derer, die in Urzeiten vorsichtig genug waren, um Gefahren zu erkennen. Die anderen fielen dem Säbelzahntiger oder einem blutrünstigen Artgenossen zum Opfer.

Erfolg kannst du jedoch nur haben, wenn du mit anderen kooperierst. Dies setzt Vertrauen voraus, sei es dein Lebenspartner oder deine Mitarbeiter. Sei dir bewusst, dass du hin und wieder auch ausgenutzt wirst. Dennoch musst du bereit sein, anderen Menschen zu vertrauen, denn das Vertrauen beschleunigt alle Prozesse und ist die Abkürzung zum Erfolg wie Stephen M.R. Covey sehr anschaulich in seinem US-Beststeller „Schnelligkeit durch Vertrauen“ beschreibt.

11. Wie oft belügst du dich?

Der Sinn des Lebens - Buchtipp 11

Vielleicht kennst du Menschen, die sagen: „Wenn ich ehrlich sein soll, dann…“ oder „…mal ganz ehrlich…“. Natürlich verwendet jeder schon einmal die ein oder andere Notlüge, wir flunkern, präsentieren uns im besten Licht und schlagen dabei über die Stränge. Das ist menschlich.

Das Wichtigste ist, dass du dich selbst nicht belügst. Du musst den Tatsachen ins Auge sehen, ob sie dir gefallen oder nicht. Nur, wenn du dich ungeschminkt wahrnimmst, kannst du dich erkennen wie du wirklich bist und erforderliche Veränderungen einleiten. Als ich jung war, hatte ich eine blonde lockige Mähne von der man anderen problemlos alle vier Wochen eine Perücke hätte anfertigen können. Mit Mitte zwanzig war die ganze Pracht futsch: Seitdem habe ich eine Glatze! So ist da nun einmal. Meine Frau hat mich trotzdem geheiratet 🙂

12. Wie viel Türen wirst du öffnen?

Kennst du einen „Tag der offenen Tür“? Jemand gewährt dir Zugang zu einem Bereich, der dir sonst verwehrt bleibt. Eine offene Tür lädt ein, die Möglichkeiten zu entdecken, welche sich wohl dahinter verstecken. Genauso wichtig ist es, zugeschlagene Türen wieder aufzustoßen wenn jemand eingeschnappt ist. In meinem Bekanntenkreis habe ich es verschiedene Male beobachtet, dass sich Geschwister aus einer Zwistigkeit die Türen für immer vor der Nase verschlossen haben. Eine traurige Situation. Deshalb:

Sei stets neugierig und nie nachtragend. Sei ein Entdecker und schaue hinter die Fassaden. Öffne verrostete Türen, die schon lange niemand mehr bewegt hat. Sei du der erste, der sie wieder gangbar macht. Habe ein offenes Herz für all diejenigen, die deine Hilfe brauchen. Unabhängig von deren Geschlecht, Abstammung, Rasse, Sprache, ihrer Heimat und Herkunft, des Glaubens, ihrer religiösen oder politischen Anschauungen oder ihrer sexuellen Neigung.

13. Welches Schloss knackst du nie?

Selbstvertrauen und ein gesundes Selbstwertgefühl machen vieles möglich. Dennoch wissen wir, dass der Glaube Berge nur im übertragenen Sinn versetzen kann. Ja, Toyota warb jahrelang: „Nichts ist unmöglich“ und Pablo Picasso soll gesagt haben: “Everything you can imagine is real.” Doch machen wir uns nichts vor:

Es gibt Herausforderungen, welche beim besten Willen nicht zu meistern sind. Denk‘ doch nur an den Verlust eines geliebten Menschen. Du kannst den Tod (auch deinen eigenen) nicht mehr rückgängig machen. In derartigen Situationen musst du erkennen, dass du an dem eigentlichen Ereignis nichts mehr verändern kannst. Erkenne den Unterschied zwischen Handlung und Akzeptanz. Wie dir dies mühelos funktioniert zeigt dir mein Report: „Die drei magischen Schlüssel zum Erfolg

14. Wie oft kannst du widerstehen?

Der Sinn des Lebens - Buchtipp 14

Man sagt: „Geduld ist wie ein Gummiband“, also dehnbar! Aber irgendwas reißt bei jedem der Geduldsfaden. Die Frage ist: Wann? Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist deine Elastizität, dein Durchhaltevermögen, dein eiserner Wille, es immer wieder neu zu versuchen. Die Frage lautet daher: „Wann gehst du in die Knie?“

Alltagssorgen und Stress können einem Menschen schwer zusetzen. In Deutschland geht man davon aus, dass bis zu 13 Millionen Menschen vom Burn-out-Syndrom betroffen sind. Dieses Gefühl der völligen Ausgebranntheit und der totalen Erschöpfung trifft nicht nur Prominente wie Tim Mälzer. Wann geht bei dir nichts mehr? Wann ist es aus und vorbei?  Es gibt eine extrem wichtige Eigenschaft, du brauchst Resilienz. Dieser Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie „zurückspringen“ oder „abprallen“.

Mach dir nichts vor: Du wirst auf deinem Lebensweg irgendwann und irgendwo auch üble Tiefschläge und herbe Enttäuschungen einstecken müssen. Wichtig ist, dass du weiter machst. Lege dir ein dickes Fell zu, einen mentalen Schutzpanzer, an dem unfaire Angriffe und Misserfolge einfach abprallen. Denk dran: Es ist egal wie oft du fällst. Hauptsache, du stehst immer wieder auf. Das Erfolgsrezept lautet: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen!

15. Warum wirst du weinen?

Weinen ist etwas für Memmen, oder etwa nicht? Gerade bei Jungen, dem starken Geschlecht, finden viele Menschen weinen „uncool“. Welcher Mann will schon gerne eine Heulsuse sein? Glaubt man Herbert Grönemeyer sind Männer jedoch nur außen hart und innen weich. Da mag was dran sein. Mir treibt es jedenfalls die Tränen in die Augen, wenn ich intensiv an meine verstorbene Mutter denke. Jede Beerdigung finde ich traurig, weil der Tod so endlich ist. Bilder von Armut und Elend sind für mich herzerweichend. Ebenso, wenn man die tiefe Freude anderer emotional miterleben kann.

Aber warum sollte man sich für Tränen schämen. Wenn du weinst ist dies ein Ausdruck deines Mitgefühls, deiner Empathie. Gerade die Fähigkeit zeichnet dich als Menschen aus. Gewalt und Elend geschehen häufig doch nur, weil den Tätern jegliches Mitgefühl für ihre Opfer fehlt. Mein Tipp: Überwinde deine Gefühle wenn es darum geht, aktiv zu werden. Lass sie zu, wenn die Situation dich als ganzen Menschen fordert.

16. Wie oft bleibst du stumm?

…nicht ganz leicht, aber um so wichtiger: Den Mund aufmachen, seine Meinung sagen und dazu stehen. Wie oft schauen wir nur zu, blicken absichtlich weg und bleiben stumm. Mache es anders. Mische dich ein, gestalte aktiv dein Leben und deine Umwelt. Lass nicht zu, dass andere die Regie für dein Leben übernehmen.

In den ersten Jahren meiner Schulzeit stand nahezu in jedem Zeugnis: „Thomas ist ein lieber braver Junge, doch er müsste sich reger am Unterrichtsgeschehen beteiligen.“ Daraus resultierte regelmäßig eine Mitarbeitsnote um die „3“. Mir war vollkommen klar, dass ich zu ruhig, zu passiv war, dennoch blieb ich still und stumm. Aufgetaut bin ich erst nach dem Abitur, wurde der, der ich schon immer war. Die Rhein-Zeitung, für deren 720.000 Leser ich fünfzehn Jahre lang als Kolumnist im Wirtschaftsressort schrieb bezeichnete mich dann als einen Mann, der für seine offenen Worte bekannt ist.

Deshalb lautet mein praxiserprobter Tipp für dich:
Bleib‘ nicht stumm, sag‘ was du denkst und vor allem: Tu was du sagst!

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