Der Rubikon ist überschritten

Der Rubikon ist überschritten! Und jetzt?

Kennst du die Redewendung „der Rubikon ist überschritten“? Diese über 2000 Jahre alte Formulierung wird immer dann gebraucht, wenn jemand vor einer sehr wichtigen Entscheidung steht. Es geht um die Momente, wo du dich unwiderruflich für oder gegen eine Sache entscheiden musst.

FaktenCheck: Der Rubikon ist überschritten

Caesar am Rubikon (Italien)

Es war im Jahre 49 v. Chr.. An einem kalten grauen Morgen im Januar stand Gaius Iulius Cäsar mit seinen Truppen an den Ufern des Rubikon, welcher zu dieser Zeit die natürliche Grenze zwischen der römischen Provinz Gallia cisalpina und dem eigentlichen Italien markierte. Über das Wasser zog ein eisiger Wind und es herrschte Bürgerkrieg. Cäsar wusste genau: Ein Überschreiten des Rubikon bedeutete eine massive Provokation für Rom.

Als der römische Senat am 7. Januar 49 v. Chr. allerdings beschloss, dass Caesar sein Heer entlassen, die Waffen niederlegen und sein Imperium aufgeben solle, entschloss er sich drei Tage später für den ultimativen Schritt: Er durchquerte mit seinen Soldaten den Rubikon südlich in Richtung Rom. Dieser bewaffnete Vorstoß bedeute für den Römischen Senat eine offene Kriegserklärung und Caesar war sich dessen bewusst. Willentlich vollzog er einen Schritt, für den es kein Zurück mehr gab.

Den eigenen Rubikon in 4 Phasen überschreiten – von der Idee zur Tat

Wenn wir auch keine Truppen befehligen, so kennen wir alle im alltäglichen Leben ähnliche Situationen. Immer wieder musst du Entscheidungen treffen, die einen klaren Wendepunkt in deinem Leben markieren, …maßgebliche Veränderungen, welche tiefe Einschnitte bedeuten.

Den Rubikon überschreiten Beispiele:

  • Dein Schritt in die Selbstständigkeit.
  • Die Kündigung deines Arbeitsverhältnisses.
  • Das Auswandern in ein fremdes Land.
  • Heirat oder Scheidung.
  • Der Kauf oder Verkauf deines Hauses.
  • Der Umzug in eine neue Stadt, oder aufs Land.
  • Wichtige Vertragsabschlüsse…

Immer wieder stellt sich in deinem Leben die Frage: Sollst du es lassen oder es lieber tun? Egal, wofür du dich entscheidest, es hat immer Konsequenzen und die wollen überlegt sein. Pro und contra sollte man abwägen, aber dann muss man starten, statt warten, denn es ist kein Geheimnis: „Es gibt nichts Gutes, außer: Du tust es!“

Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Und zwar nicht nur, was die Abermillionen guter Vorsätze zum Jahreswechsel angeht. Viel zu oft ist unser Geist willig, aber das Fleisch ist zu schwach, stimmt’s? Diese vier Phasen musst du durchlaufen, um deine Ziele und Wünsche zu realisieren.

Phase #1 – Abwägen

Die Bedürfnisse des Menschen sind grundsätzlich unbegrenzt. Sie verändern sich lediglich im Laufe der Zeit und je nach Lebenssituation. Jeder Mensch hat Ziele und Wünsche. Das Problem an der Sache:  Unbegrenzten Bedürfnissen stehen immer begrenzte Ressourcen (Zeit/Geld) gegenüber.

In Phase #1 geht es deshalb darum, dass du aus dem Bündel an Möglichkeiten, zunächst diejenigen auswählst, welche du aktuell umsetzen möchtest. Lege also fest, was du als nächstes erreichen willst. Dabei kann dir das Eisenhower-Prinzip helfen. Die Beschränkung auf einige wenige Wünsche verbessert deine Fokussierung, denn wer auf alle zielt, trifft bekanntlich keinen. Danach schränkst du die Möglichkeiten nach Pareto auf die Möglichkeiten, die dich am besten deinem konkreten Ziel näher bringen. Daraus resultiert die erforderliche Motivation.

Phase #2 – Planen

Nachdem du dich auf ein bestimmtes Ziel festgelegt hast, ist die Frage des „was“ bereits geklärt. Im nächsten Schritt geht es nun um das „wie“. Wie möchtest du deine Ziele und Wünsche realisieren? In der Planungsphase verschiebt sich dein Fokus automatisch von der bloßen Motivation, ein Ziel zu erreichen, hin zur Volition, d.h. zur Umsetzung deiner Wünsche in die Realität. In dieser Phase bereitet dein Gehirn das Handeln vor.

Phase #3 – Handeln

Phase #3 ist der Moment der Wahrheit, denn jetzt musst du handeln, …es tun. Also mach‘ einen beherzten ersten Schritt nach vorn und verfolge dann konsequent und ausdauernd dein Ziel. Lass dich nicht ablenken und bleibe stets auf Kurs. Wenn Hindernisse auftauchen, dann sei kreativ. Passe deine Vorgehensweise an, wenn die Situation es erfordert. Du weißt ja: Rückschläge sind keine Schande. Dein Motto muss immer und überall lauten: „Hinfallen, Aufstehen, Weitermachen“. Erhöhe lieber deinen Einsatz, aber verliere dein Ziel niemals aus den Augen.

Phase #4 – Auswerten

Wer etwas versucht, kann verlieren. Wer es nicht versucht, hat schon verloren. Ganz gleich, ob du dein Ziel erreicht oder womöglich nicht erreicht hast. Wichtig ist, dass du deine Vorgehensweise objektiv analysierst und bewertest. Dazu brauchst du ausreichend Abstand zu dir selbst. Wichtig: Sei immer ehrlich zu dir selbst und vermeide Rechtfertigungen. Frage dich auch, ob du dein Ziel womöglich anpassen musst.

So triffst du unbewusst bessere Entscheidungen bevor es kein Zurück gibt

Wer entscheiden muss, hat zwangsläufig die Qual der Wahl. Oft suchen wir dann die sprichwörtlich eierlegende Wollmilchsau. Denn viele Entscheidungen können uns in eine Zwickmühle bringen. Besonders dann, wenn mit jeder Entscheidung Nachteile für dich verbunden sind (Dilemma).

So kannst du bessere Entscheidungen treffen:

Eine Studie zeigte: Menschen, welche mehrere Wahlmöglichkeiten haben und dann mit einer herausfordernden mentalen Aufgabe beschäftigt werden, treffen bessere Entscheidungen als andere. Siegmund Freud soll gesagt haben: „Wenn ich eine Entscheidung von nicht allzu großer Bedeutung fällen mußte, habe ich es immer vorteilhaft gefunden, alles Für und Wider abzuwägen. In lebenswichtigen Dingen jedoch… sollte die Entscheidung aus dem Unbewussten kommen, irgendwoher aus unserem Innern.“

Warum ist das so? 

In komplexen Entscheidungssituationen gibt es vieles zu überlegen. Der bewusste Geist des Menschen kann sich jedoch nur auf ganz wenige Dinge konzentrieren. Deshalb konzentriert sich dein bewusster Geist lediglich auf ein oder zwei sehr dominante Aspekte. Die Folge: Vor lauter Bäumen siehst du den Wald nicht mehr und der Gesamtüberblick geht dir verloren. Dein unbewusster Geist kann jedoch mehr, denn…

Wenn du deinem unbewussten Geist ausreichend Zeit gibst, prüft er nach und nach sämtliche Aspekte und gelangt schlussendlich zu einer abgewogenen Entscheidung.

So aktivierst du in 1 Minute dein unbewusstes Entscheidungszentrum:

Bevor der Rubikon überschritten ist - Unbewusstes Denken anregen
In nur 15 min die grauen Zellen anregen!

Um dein unbewusstes Denken zu aktivieren, musst du einen kleinen Trick anwenden. Lenke deinen bewussten Geist durch eine mental anspruchsvolle Aufgabe ab, wenn du eine komplexe Entscheidung treffen musst. Erst wenn dein bewusster Geist beschäftigt und somit abgelenkt ist, kann dein unbewusstes Denken für dich tätig werden. Hier findest du eine Möglichkeit, wie du diesen Zustand in Rekordzeit erreichen kannst: Teste es zum Beispiel das erstklassigen Anagramm-Trainingsspiel vom SZ Magazin und lass dich überraschen, wie gut es funktioniert. TIPP: Kommt auch als Geschenk immer sehr gut an.

Für das „Mehr“ in deinem Leben!

Herzliche Grüße
Thomas Orthey

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