3 Gründe, warum du dich mit anderen vergleichen musst.

Weißt du, warum Krebspatienten dazu neigen, sich mit Kranken zu vergleichen, denen es schlechter geht, als ihnen selbst? Nur ein Vergleich mit anderen lässt die eigene Position erkennen. Daraus leitet sich unser gesamtes Verhalten ab. Richtig angewendet, kannst du durch den Vergleich mit anderen gewinnen.

Immer wieder kannst du zweischneidige Botschaften lesen: „Du sollst dich nicht mit anderen vergleichen“, „Wer sich mit anderen vergleicht zerstört sein Glück“, „Sich mit anderen zu vergleichen ist die sicherste Formel um unglücklich zu sein“. Vorsicht! Dies sind pauschale Statements, die mehr schaden können als sie nützen. Lies weiter, wie du von Vergleichen mit anderen profitierst.

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Diese Aussagen können dich in die Irre führen:

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Andersherum wird ein Schuh draus:

Selbstverständlich musst du dich vergleichen, auch damit du deine Einzigartigkeit erkennen und schätzen kannst. Vergleichen ist absolut wichtig. Als Mensch müssen wir permanent unsere Position im Leben bestimmen. Nur wenn du weißt, wo du stehst, kannst du deinen Lebensweg danach ausrichten und deine Ziele und Wünsche verwirklichen.

Leistungen und Erfolge beruhen immer auf einem Vergleich mit anderen. Aus dem Vergleich mit anderen entsteht – richtig angewandt – Motivation und Zufriedenheit. Nur indem wir uns bewusst machen, wie gut es uns beispielsweise im Vergleich zu den hunderttausenden Flüchtlingen geht, die momentan unter menschenunwürdigen Umständen ihr Leben wagen, können wir unsere „heile Welt“ wertschätzen.

Ein Vergleich mit anderen muss absolut kein Saboteur deines Glücks sein wie man häufig liest. Der Vergleich mit anderen bedeutet ja nicht automatisch, nur auf die zu schauen, denen es augenscheinlich besser geht, die womöglich äußerlich attraktiver oder intelligenter scheinen und finanziell erfolgreicher sind.

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Wie du von Festingers Theorie des sozialen Vergleichs gleich dreifach profitierst!

Vor langer Zeit schenkte mir einmal ein sehr erfolgreicher Unternehmer eine Musikkassette eines Professors für Motivation. Eine Textstelle ist mir besonders gut in Erinnerung geblieben. Der Professor sagte sinngemäß: „Wenn du dich wieder einmal schlecht fühlst dann fahr‘ ins nächstgelegene Krankenhaus und geh dort auf die Intensivstation. Schau dir das Leid und Elend dieser Menschen an, die unter quälenden Schmerzen womöglich nur noch von Maschinen am Leben gehalten werden. Und dann vergleiche und bewerte deine Situation noch einmal neu…“

Der US-amerikanische Sozialpsychologe Leon Festinger begründete die Theorie des sozialen Vergleichs. Demnach gewinnen Menschen durch den Vergleich mit anderen wertvolle Informationen über sich selbst.

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Der Vergleich mit Mitmenschen bringt dir drei Vorteile:

  • 1

    Der Vergleich mit Ähnlichen

    liefert dir realistische Informationen über dein gegenwärtiges Selbst.

  • 2

    Der abwärts gerichtete Vergleich

    also der Vergleich mit in einem bestimmten Kriterium unterlegenen Menschen schützt und verbessert dein Selbstwertgefühl.

  • 3

    Der aufwärtsgerichtete Vergleich

    also der Vergleich mit in bestimmten Eigenschaften überlegenen Menschen zeigt dir deine Möglichkeiten und Verbesserungspotenziale.

 

Wenn man mich fragt, wie es mir geht, dann antworte ich meistens: „Danke gut“. Und in der Regel füge ich folgenden Satz an. „Es kommt immer auf den gewählten Maßstab an“. Selbstverständlich kann ich mich auf Dauer unglücklicher machen, wenn ich mich ausschließlich mit den Schönen und Reichen dieses Planeten vergleiche. Eine Promi-Soap nach der nächsten gaukelt uns ein angeblich rundherum glückliches Leben im Luxus vor, während die meisten Menschen mit den kleineren und größeren Sorgen des Alltags zu kämpfen haben. Doch hüte dich vor Neid und Missgunst. Sie nagen an deiner Zufriedenheit und verzehren dich langsam aber sicher von innen heraus.

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Warum es vollkommen okay ist, dass manche einfach viel mehr haben oder können.

Ich kenne einen Rechtsanwalt, der mindestens fünf Porsche und noch weitere coole Sportwagen besitzt. Soll ich dir etwas sagen? Jeden einzelnen Flitzer gönne ich ihm ohne wenn und aber. Ich freue mich für ihn und wünsche ihm möglichst viel Spaß mit seinem nicht nur für Männerherzen wirklich faszinierenden Fuhrpark. Was hätte ich davon, wenn er weniger besitzen würde? Nichts! Ginge es mir dann besser? Nein!

In den letzten 25 Jahren habe ich viele sehr erfolgreiche Unternehmer beraten. Die einen besaßen ein eigenes Flugzeug, residieren in Villen mit Schwimmbad und eigenem Tennisplatz, sammeln Kunstwerke in Millionenhöhe, andere erfreuen sich an einzigartigen Oldtimern wie es sie auf der ganzen Welt nur ein einziges Mal gibt. Jedem, der es sich leisten kann, rate ich aus tiefer Überzeugung, sein Leben in vollen Zügen zu genießen. Und zwar jetzt, denn wer weiß schon, wie viel Zeit uns dafür bleibt. Das Schlimmste was dir im Leben passieren kann, wäre die verspätete Feststellung, dass du dein Leben nicht mit Erfüllung gekrönt hast.

Denk‘ immer dran: Du hast nur diesen einen Versuch!

Der Vergleich mit anderen hat nur dann eine negative Wirkung, wenn du dich an den falschen Werten orientierst und diese für dich nachteilig interpretierst. Ein Vergleich mit anderen sollte bei dir weder Neid, Missgunst, Schuldgefühle oder Minderwertigkeitskomplexe, aber auch keine Überheblichkeit und falschen Stolz auslösen. Wenn du allerdings auf den Vergleich mit anderen mit ehrlicher Anerkennung und tiefer Zufriedenheit reagierst, kannst du nur profitieren.

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So nutzt du Vergleiche zu deiner Positionsbestimmung.

Es ist doch so: Dein Leben ist eine zeitlich befristete Reise zu verschiedenen Orten, Wünschen und Zielen. Nimm dir ein innovatives GPS-Navigationsgerät in deinem Auto oder Smartphone zum Vorbild. GPS bedeutet Global Positioning System (zu deutsch: Globales Positionsbestimmungssystem). Es basiert auf Satelliten, die permanent deine aktuelle Position erfassen und mit dem gespeichertem Kartenmaterial vergleichen.

Aus diesem Vergleich zwischen IST und SOLL wird deine aktuelle Position bestimmt und der Kurs nach Bedarf korrigiert. Wenn du Vergleiche mit anderen zukünftig nicht als Bewertung, sondern vielmehr als Positionsbestimmung und zu deiner Orientierung nutzt, bist du nicht nur auf dem goldrichtigen Weg, sondern oft sogar auf der Überholspur!

Für das „MEHR“ in deinem Leben!

Herzliche Grüße
Dein Thomas Orthey

 

About The Author

Thomas Orthey

Danke, dass du mir deine Zeit geschenkt hast. Als Berater, Autor und Fachjournalist befasse ich mich seit 27 Jahren mit Lifestyle-Optimierung. Die Rhein-Zeitung druckte meine Experten-Tipps 15 Jahre für je 720.000 Leser und beschreibt mich als einen Mann, dessen Tipps Geld wert und der für seine offenen Worte bekannt ist. Mein Motto: Sage, was du denkst und tue, was du sagst. Was mir im Leben besonders wichtig ist? Meine Familie und die Einstellung, nicht nur MEHR, sondern das Beste aus jedem Tag deines Lebens zu machen. Folge mir auf Facebook und begleite mich auf Twitter.